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Mediation

Unternehmen mit professionell geführten HR-Bereichen verfügen heute über eine breite Palette an Instrumentarien, um Beschäftigte für das Unternehmen zu interessieren, sie im Laufe der Zusammenarbeit zu integrieren und weiter zu entwickeln. Beginnend von Assessmentcentern, über attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zu ausgefeilten Vergütungsmodellen reicht das Angebot von den „Top Arbeitgebern Deutschlands“ bis hin zu nicht minder bemühten klein- und mittelständischen Unternehmen. Was in so mancher Hochglanzbroschüre und in wohlformulierten Unternehmensleitlinien nicht angesprochen wird, ist der Umgang mit allgegenwärtig vorhandenen Konflikten. Vor dem Hintergrund der bekannten Aufgabenstellungen in den HR-Abteilungen lohnt sich ein Blick auf die Methode der Mediation als Struktur, um Konflikte im Unternehmen zielführend, d.h. als unternehmerisch agierender Businesspartner, kostenminimierend zu lösen. Die Kostenpotentiale um die es sich handelt, gehen aus der Konfliktkostenstudie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hervor.

Was leistet die Mediation?

Die Mediation ist ein freiwilliges Verfahren der Konfliktlösung, durch das der Mediator die autonom agierenden Beteiligten mit seiner Prozesskompetenz führt. Die klar gegliederten Phasen

  • Eröffnung der Mediation
  • Bestandsaufnahme
  • Interessenklärung
  • Lösungsentwicklung und
  • Abschlussvereinbarung

 

erlauben es den konfliktbelasteten Beteiligten, die Entwicklung ihrer Anliegen transparent zu überschauen. Ebenso wie im juristischen Bereich kann in der betriebswirtschaftlichen Personalpraxis festgestellt werden, dass die Mediation schnell zu greifbaren Zielen führt. Dabei kann aus der eigenen Praxis berichtet werden, dass auch latente Konflikte zwischen Geschäftsführung und anderen Entscheidungsträgern durch eine Mediation kostenorientiert gelöst werden können.

Aber auch im originären HR-Bereich kann die Mediation nicht nur zur Vermeidung von arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen dienen, sondern auch führungstechnische Fehler z.B.  bei der Umsetzung von Matrixorganisationen beheben und somit den Unternehmenserfolg gewährleisten. Im Gegensatz zu internen Lösungen hat hier der externe Mediator den Vorzug der Allparteilichkeit, da er den Konfliktbeteiligten unvoreingenommen zugewandt ist.

Was kostet die Mediation?

Bezogen auf die latent vorhandenen Konfliktkosten im Unternehmen, z.B. bei größeren Implementierungsprojekten, Organisationsveränderungen, Mergern etc., sind die Kosten einer externen Mediation vergleichsweise gering. In ethisch anspruchsvoll handelnden Unternehmen wird der eingeschaltete Mediator in Konfliktsituationen mit weniger öffentlicher Aufmerksamkeit  zum Ziel kommen, als dies bei gerichtlichen Auseinandersetzungen der Fall ist. Damit erreicht die Mediation einen hoch anzusetzenden Wert sowohl bei den Mitarbeitern als auch in der Öffentlichkeit. Es lohnt sich ein Perspektivenwechsel zur Frage: was erspart die Mediation einem Unternehmen? Hier öffnet sich ein weites Feld, um divergierende Standpunkte einer konsensualen Lösung  zuzuführen wie z.B. zügig ablaufende Projekte, konfliktfreie Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung bis zur Beilegung von belastenden Arbeitsabläufen in einzelnen Arbeitsgruppen oder Abteilungen. Damit lassen sich innere und tatsächliche Kündigung, Fehlzeiten und schlechte Arbeitsleistungen zielorientiert und kostensenkend vermeiden. Vor diesem Hintergrund ist in Zukunft ein professionelles Konfliktmanagement in Unternehmen wünschenswert, das analog zu vorhandenen QM-/UM-/AS-Systemen einen dauerhaften Beitrag – nicht nur – zur Kostensenkung sondern auch zum „Reifegrad“ eines Unternehmens oder einer Organisation leistet.

Autor:

Jens Kanitz (Dipl.-Betriebswirt und Wirtschaftsmediator)

Geschäftsführer / Gesellschafter der GbR „Konfliktloesungdurchmediation“ und Director Human Resources in einem internationalen Unternehmen in der Städteregion Aachen

Weitere Informationen zur KONFLIKTLÖSUNG DURCH MEDIATION finden Sie auf der Firmenwebseite.

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