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Neue Gehaltsstudie zu Berufen im Onlinebusiness

Das Geschäft im Internet wächst rasant. Gleichzeitig fehlen vor allem in der IT bereits spürbar die Fachkräfte. Und hierbei nicht nur die klassischen Programmierer, sondern vor allem marketingaffine Spezialisten. Längt reicht es nicht mehr, eine gut strukturierte Homepage zu haben und diese zu pflegen. Zum einen gibt fast kein Nutzer mehr eine Webadresse im Browser ein, sondern man sucht nach Namen und Stichwörtern in den gängigen Suchmaschinen. Zum anderen spielt die Musik längst in verschiedenen sozialen Netzwerken. Das „Web 2.0“ ist interaktiv. Die Nutzer wollen nicht nur konsumieren bzw. sich informieren, sondern Feedback geben und erwarten Antworten. Somit sind in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Berufsfelder entstanden. Gerade junge Leute am Ende ihrer Schullaufbahn möchten heutzutage „irgendwas mit Internet“ lernen bzw. studieren. Neben den Berufsbeschreibungen ist auch nicht ganz unwichtig zu wissen, was man verdienen kann. Dabei ist zunächst allgemein festzuhalten, dass sich die Gehälter bei IT-Berufen immer mehr angleichen, wenn man die Online-Branche mit klassischen Industrie- oder Dienstleistungsbranchen gegenüberstellt.

 

Auch in diesem noch jungen Business gilt zudem die alte Regel: je mehr Fachwissen nötig ist und je weniger Bewerber es gibt, umso höher sind die durchschnittlichen Gehälter. Auch das Internet kommt an den grundsätzlichen Mechanismen der Marktwirtschaft nicht vorbei. Zudem ist das Internet entgegen den Aussagen einiger Politiker längst kein „Neuland“ mehr, sondern selbstverständlicher Teil des Geschäftslebens.

Ein renommiertes Onlineportal hat diesbezüglich bei knapp 2.000 Arbeitnehmern mit Web-Berufen nachgefragt und kann so ein realistisches Gehaltstableau für verschiedene Aufgabenbereiche vorlegen: unterschieden wird in die branchentypischen Berufe IT-Softwareentwicker im Backend, Grafiker, Content Manager, Online Sales Manager, Online Marketing Manager, SEO Manager und Social-Media-Manager.

 

Wenig überraschend, dass Informatiker pro Jahr mehr als 48.000 Euro erzielen können. Das Einkommen dieser Spezialisten liegt damit deutlich über dem Durchschnitt. Allerdings ist hier der Mangel an qualifizierten Bewerbern auch mit am höchsten. So ist bei den Informatikern noch die Besonderheit zu nennen, dass auch Studienabbrecher und gelernte Fachinformatiker vor allem in Ballungszentren mit viel Bedarf gute Chancen auf einen adäquat bezahlten Job haben. Davon können andere Berufsgruppen nur träumen. Auch ist die Quote derer, die sich über Praktika zu einer Festanstellung vorarbeiten müssen, sichtbar geringer. Gleiches gilt nicht, wenn man in diesem Umfeld auf Sicht eine Führungsaufgabe anstrebt. Dann hat der Diplom-Informatiker bzw. entsprechender Master deutlich bessere Entwicklungschancen.

 

Bei den Grafikern hingegen lasen wir eine aus unserer Sicht faustdicke Überraschung heraus. Diese Gruppe erzielt nämlich im Vergleich mit rund EUR 37.000,00 das geringste Jahreseinkommen im Mittel. Dies, obwohl ohne gute Grafik im Netz kein Geschäft zu machen ist. Zum einen entwerfen Sie das Grundlayout für die Homepages und Portale, zum anderen sind sie doch dafür verantwortlich, dass die Marke bzw. die Bildsprache, also die CI eines Unternehmens laufend optimiert wird. Im Onlinebusiness ist Dynamik stets angezeigt. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit und online ticken die Uhren bekanntlich um ein Vielfaches schneller als „offline“.

 

Im Bereich Onlinemarketing ist neben klassischen Marketinginstrumenten auch SEO angesiedelt. Die dort Beschäftigten erzielen zwischen EUR 38.500,00 und 41.000,00 durchschnittlich. Dies entspricht in etwa dem Mittelwert aller untersuchten Berufsgruppen. Während die etwas schlechter bezahlten SEO-Spezialisten sich auf die Suchmaschinenoptimierung konzentrieren, obliegt den es den Marketingmanagern, Trends der Zukunft aufzuspüren, zu analysieren und daraus ganze Kampagnen für die Marke und deren spezifische Produkte abzuleiten. Die Konzeption solcher Kampagnen selbst wird zwar oft durch spezielle Agenturen erarbeitet, wo auch viele dieser Experten tätig sind. Kundenseitig müssen aber die Pitches professionell beurteilt werden, denn eine schlechte Webkampagne verzeiht der Markt meist nicht. Zudem wird unterschwelliges, das heißt u.a. virales Marketing immer wichtiger. Eine Werbebotschaft, die in der Netzgemeinde zum kultigen Selbstläufer wird, ist besonders wertvoll. Die SEO-Manager sorgen dann in solchen Fällen für eine noch besserer Streuung in sozialen Netzwerken sowie um optimale Auffindbarkeit in Suchmaschinen. Also wird auch hier für gutes Geld ein äußerst anspruchsvolles und herausforderndes Feld bespielt.

 

Ohne Vertrieb geht nichts. Sei es Key Account Management oder der breite Markt. So vielfältig die Wege zu den Kunden sind, so stark abweichend sind auch die Provisionen und Boni-Modelle für die Sales Manager. Daher sind auch die Grundgehälter auf den ersten Blick nicht hoch. In diesem Umfeld kann man jährlich rund EUR 39.000,00 Fixum erzielen. Je nach Produkt kann sich dieser Betrag aber de facto verdoppeln.

 

Den ganzen Tag auf Facebook & Co. verbringen ohne Rüffel vom Chef? Geht, wenn man Social Media Manager ist und kreativ interessante Geschichten aus dem Unternehmen bzw. über dessen Produkte und Services postet. Dabei liegt das Augenmerk stets darauf, neue „Fans“ zu gewinnen und Bestehende nicht zu vergraulen. Auch sind sie für Live-Onlineschalten zuständig, veröffentlichen Webinare und vieles mehr. Neben den großen Portalen Facebook und XING werden auch Twitter Instagram, Youtube-Channels und Snapchat immer wichtiger. Hier kann man rund KEUR 37.000,00 im Jahr verdienen. Meist arbeiten sie eng mit den Content Managern zusammen, denn diese versorgen die unternehmenseigenen Homepages mit redaktionellen Inhalten wie etwa Texten, Bildern oder auch Videos auf den eigenen Onlinepräsenzen. Auch dieser Blog, den Sie gerade lesen, zählt zu solchen Aktivitäten. Die Einkommen bewegen sich in diesem vergleichbaren Umfeld ebenso um EUR 37.000,00.

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